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Ausschreibungstexte & technische Spezifikationen für Industrieböden

Planungssicherheit für Architekten, Ingenieurbüros und Generalunternehmer. Nutzen Sie unsere praxisnahen LV-Textvorschläge (Kennwerte laut Herstellerdatenblatt) nach AGI S 40, DIN EN 13813 und WHG § 62. Kopieren Sie die Positionen mit einem Klick direkt in Ihre Ausschreibungssoftware.

Praxisnahe Textvorschläge

Ausschreibungstexte zum direkten Übernehmen

Kopieren Sie die Textvorschläge direkt in Ihre AVA-Software (z. B. ORCA, RIB iTWO, California). Alle technischen Kennwerte sind als Sollwerte laut jeweiligem Herstellerdatenblatt anzusetzen.

AGI S 40 (Mai 1999) / DIN EN 13813 / DIN 18202

LV-Pos. 01: Chemisch beständiger Rüttelboden nach AGI S 40

Maschinell eingerüttelter keramischer Säureschutzbelag mit 100 % hohlraumfreier Vollbettung für höchste chemische und dynamische Lasten.

Position 01: Keramischer Rüttelboden nach AGI S 40 (Ausgabe Mai 1999)
Gewerke: Säureschutzbau / Industrieboden

1. Untergrundvorbereitung:
Betonuntergrund durch Kugelstrahlen oder Fräsen vorbereiten. Tragende Gesteinskörnung freilegen. Oberfläche absaugen. Abreißfestigkeit: Mittelwert >= 1,5 N/mm2.

2. Haftbrücke & Rüttelbett:
Aufbringen einer polymervergüteten Haftbrücke im Verbund. Einbau eines kunstharzmodifizierten, erdfeuchten Rüttelbettmörtels in einer Nenndicke von 50 bis 70 mm. Güteklasse C35-F5 nach DIN EN 13813.

3. Belagsmaterial & Verlegung:
Verlegung von säure- und laugenbeständigen Spaltklinkern bzw. volldurchgefärbtem Feinsteinzeug (Format z. B. 200 x 100 mm oder Sechskantformat, Dicke 15 bis 18 mm). Einbettung erfolgt maschinell durch Flächenrüttler zur Erzielung eines 100%igen Vollbettungsgrades ohne Lufteinschlüsse nach AGI S 40 (Chemisch beständige Bodenbeläge im Rüttelverfahren, Ausgabe Mai 1999).

4. Verfugung:
Auswaschen der Fugen und Verfugung mit 2-Komponenten-Reaktionsharzmörtel (Epoxidharz oder Novolac-Vinylester) nach AGI S 40, beständig gegen Fette, Säuren, Laugen und CIP-Reinigungsmedien (Temperaturbeständigkeit: [MOCK_DATA: objektspezifisch nach Herstellerdatenblatt eintragen]).

5. Ebenheit & Toleranzen:
Ebenheit nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 3. Rutschhemmungsklasse nach DGUV Regel 108-003 / DIN EN 16165: je nach System und Prüfzeugnis (z. B. R11 bis R13, Verdrängungsraum V4 bis V6 nach Vorgabe).
DIN EN 13813 (SR-B2.0-AR0.5-IR20)

LV-Pos. 02: Hochtemperatur-Polyurethanbeton (9 mm)

Nahtloser 3-Komponenten-PU-Zement-Hybridbelag für hohe thermische Wechselbeanspruchung und Dampfstrahlreinigung (Platzhalter-Kennwerte: MOCK_DATA).

Position 02: Hochtemperatur-PU-Beton (9 mm)
Gewerke: Beschichtung / Reaktionsharzestrich

1. Untergrundvorbereitung:
Kugelstrahlen der Betonunterlage, Freilegen des Zuschlagkorns. Fräsen von umlaufenden Rückverankerungsnuten (Tiefe 10 mm, Breite 10 mm) entlang aller freien Kanten, Einbauteile und Entwässerungsrinnen zur Aufnahme von Schubspannungen.

2. Grundierung & Ausgleich:
Grundierung mit kratzfähiger 3K-Polyurethan-Zement-Grundierung, Einstreuung mit feuergetrocknetem Quarzsand zur mechanischen Verkrallung.

3. Belagskörper (9 mm Dicke):
Einbau eines 3-komponentigen, pigmentierten Polyurethan-Zement-Hybridestrichs in einer Nenndicke von 9 mm.
- Dauergebrauchstemperatur: [MOCK_DATA: objektspezifisch nach Herstellerdatenblatt eintragen]
- Dampfstrahlreinigung: [MOCK_DATA: nach Herstellerfreigabe eintragen]
- Druck- und Biegezugfestigkeit: [MOCK_DATA: Klasse nach DIN EN 13813 und Herstellerdatenblatt eintragen]

4. Oberflächenstruktur:
Rutschhemmende Einstreuung zur Erzielung der geforderten Rutschhemmklasse nach DGUV Regel 108-003 / DIN EN 16165: je nach System und Prüfzeugnis (z. B. R11 bis R13). Versiegelung mit UV- und chemikalienbeständigem PU-Kopfsiegel.
WHG § 62 / AwSV / DIBt-zugelassene Systeme

LV-Pos. 03: WHG § 62 Dichtfläche & chemikalienbeständige Hohlkehle

Fachgerechte Dichtfläche nach WHG § 62 und AwSV für Havarie-, Umschlag- und Lagerbereiche wassergefährdender Stoffe.

Position 03: WHG § 62 Dichtfläche & Fugenabdichtung
Gewerke: Bautenschutz / Gewässerschutz nach AwSV

1. Anforderung:
Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen Dichtfläche nach § 62 WHG und AwSV für LAU- und HBV-Anlagen. Beständigkeit gegen Medien gemäß bauaufsichtlicher Medienliste (Säuren, Laugen, Kohlenwasserstoffe).

2. Rissüberbrückende Beschichtung / Dichtschicht:
Applikation eines bauaufsichtlich allgemein zugelassenen (abZ / aBG) Epoxid- oder Polyurethanharzsystems. Statische und dynamische Rissüberbrückung bis 0,2 mm.

3. Hohlkehlenausbildung am Sockel:
Ausbildung einer entkoppelten Hohlkehle (Radius r = 50 bis 75 mm) an allen aufgehenden Wänden und Stützen mit mineralischem oder polymerem Formkörper. Hochzug der Dichtschicht bis mindestens 150 mm über OKFF als fluiddichte Wanne.

4. Fugenausbildung nach WHG:
Abdichtung aller Bauwerksfugen mit bauaufsichtlich zugelassenem WHG-Fugendichtstoff auf Polysulfid- oder Polyurethanbasis inklusive chemikalienbeständiger Hinterfüllung und Flankenprimer. Dokumentation der Einbauprotokolle für die Sachverständigenabnahme nach AwSV.
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